Das Temperament

Schon seit der antiken Zeit unterscheidet man die Menschen ihrem Temperament nach in vier Temperamentstype. Das Temperament ist im wesentlichen angeboren und charakterisiert entscheidend die Persönlichkeit. Den Sanguiniker charakterisiert man als einen Menschen mit heiterem Gemüt und lebhaften Reaktionen. Der Choleriker ist gewöhnlich emotional und wechselhaft, reagiert rasch und intensiv. Einen Phlegmatiker bezeichnet man als einen zurückhaltenden Menschen mit langsamen Reaktionen. Einem Melancholiker sind solche Charaktereigenschaften wie Schwermut und tiefe Emotionalität bei langsamen Reaktionen eigen.
Der Charakter des Menschen kann sich während seines Lebens manchmal auch ändern. Dabei spielen die Lebensverhältnisse/-umstände eine große Rolle, weil sie den Charakter des Menschen formen können. So zum Beispiel hinterlassen schwere Erlebnisse und Unglück ihre tiefen Spuren nicht nur im Äußeren, sondern auch im Charakter des Menschen, der allmählich finster und misstrauisch wird und alles schwarzsieht. Das glückliche Leben verleiht dem Menschen Sicherheit und Würde, Ausgeglichenheit. Die glücklichen Menschen verlieren selten ihre Selbstbeherrschung, nehmen auf die a immer Rücksicht und haben Verständnis für andere.
Der Beruf verleiht auch einige zusätzliche Züge dem Charakter des Menschen. Der Lehrerberuf fordert zum Beispiel von Menschen, dass er streng aber gerecht, gutherzig und höflich, geduldig und hilfsbereit ist.
Die typischen Charakterzüge des Menschen spiegeln sich oft in seinem Äußeren und im Benehmen wider. Die Menschen mit aufrechter, sicherer und stolzer Haltung, mit einem offenen Blick und einem freundlichen Gesichtsausdrück sind gewöhnlich entschlossen und willensstark, zuverlässig und pflichtbewusst sowie großzügig und offenherzig. Sie weisen eiserne Energie auf und handeln mit viel Initiative. Aber manchmal trügt der Schein, wie das Sprichwort lautet. Die Menschen mit solch einem symphytischen Äußeren können einen schwierigen Charakter haben, grob und grausam sowie feige und neidisch oder tückisch und geizig sein. Mit solchen Menschen ist es schwer auszukommen.
In jeder Gesellschaft werden gesellige / kommunikable Menschen gern aufgenommen, Sie haben gewöhnlich Sinn für Humor und einen weiten Horizont/ Gesichtskreis, lassen den Kopf nie hängen und verstehen es gut, zu anderen Menschen schnell Kontakt herzustellen. Sie werden bei ihren Freunden und Kollegen beliebt, weil sie sich wohlerzogen zu anderen verhalten, immer einen Witz im Vorrat haben und andere Menschen nicht im Stich lassen. Also, die Menschencharaktere sind so mannigfaltig, wie mannigfaltig unser Leben ist.




