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DiDeSchule » Культура » Alte Bräuche und Feste in Deutschland

Alte Bräuche und Feste in Deutschland

Im vorigen Jahrhundert begann man alte Bräuche zu sammeln und zu dokumentieren. Man tat das aus einigen Gründen. Einerseits wollte man sie auf solche Weise aufbewahren. Andererseits glaubte man, dass alle Bräuche sehr alt sind, dass die meisten von ihnen unverändert erhalten hatten. Deswegen war man überzeugt, dass sie in der modernen Zeit und Gesellschaft keinen Platz mehr finden konnten. Heute weiß man, dass diese Auffassung falsch war. Die Bräuche sind meist gar nicht so alt. Sie sind auch in jüngerer und jüngster Zeit entstanden, sie wandeln sich und verschwinden, aber es entstehen immer wieder neue. Ohne Bräuche geht es wahrscheinlich nicht.
 
Was sind denn Bräuche? Das sind festliche Markierungen der bestimmten Tage des Jahres -besondere Stationen im Leben des einzelnen, Erinnerungen an bedeutsame Ereignisse in der Geschichte eines Dorfes, einer Stadt, eines Landes. Diese besonderen Tage sind wichtig für die Identität eines Ortes - oder einfacher: Sie bieten ein Stück Heimat. 


Es ist Faschingszeit. Fasching. Fastnacht, Karneval - wenige Bräuche haben so eine vielfältige und auch widersprüchliche Deutung wie diese. An der Schwelle vom Winter zum Frühling wollte man in der vorchristlichen Zeit durch Lärm und Masken die bösen Dämonen, die der erwachenden Natur schaden konnten, abschrecken und vertreiben. Das Christentum hat die Festlichkeiten vor die Fastenzeit gelegt- sie beginnt an einem Mittwoch. Dieser Mittwoch heißt Aschermittwoch. Das Volk sollte bis Aschermittwoch, vor der 40 Tage dauernden Fastenzeit, noch einmal die Möglichkeit haben, sich satt zu essen und zu trinken, zu singen und zu tanzen. In Bayern heißt diese Zeit Fasching. Eine Metropole des Faschings ist seit langem München, wo es früher einen farbenreichen Umzug gab. Er zog am Vormittag des Faschingssonntags durch die Stadt. Die hohen Kosten haben dieser Tradition ein Ende gesetzt Dafür gibt es aber während der Faschingszeit Hunderte von Bällen, fröhliches Maskentreiben in der Fußgängerzone. 


Fast alle Dörfer und Städte Rheinhessens und der Pfalz stehen zu Jahresbeginn ganz im Zeichen der Fastnacht. Die Vorbereitungen darauf beginnen schon am 11.11. Die heutige Form, Fastnacht zu feiern, bildete sich in den zwanziger und dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts heraus. Der Mainzer Kaufmann Hikolaus Krieger organisierte zum ersten mal 1837 einen Umzug. Ein Jahr später entstand der Mainzer Karnevalsverein, der die Fastnachtsaktivitäten bestimmte. Karnevalssitzungen, Aufführungen von Narrenstücken, Prinz Karneval und Narrenkappe gehören zu den Festelementen. Vor allem aber das Programm „Mainz, wie es singt und lacht", das es seit den fünfziger Jahren im Fernsehen gibt. Es wurde zum Muster für unendlich viele Fastnachtssitzungen in anderen Städten. 


Als Fastnachtsmetropole gilt auch Köln. Diese lustigen Tage sind jedem bekannt. Richtig los geht es zur Walpurgisnacht am Donnerstag vor Aschermittwoch. Da erkennt man seine immer so ernsten Kolleginnen und Nachbarinnen nicht mehr wieder. 
Im Harz feiert man am 30. April Walpurgis. In manchen Orten beginnt die Walpurgisnacht mit Konzerten einiger Kapellen. Die Kinder kommen als Hexen und Teufelchen verkleidet. Gegen Abend zieht dann ein Fackelzug, von Musik begleitet, zu einer Bühne, wo es Musikalisches und Folkloristisches gibt. Um Mitternacht zieht die Maikönigen ein und vertreibt mit dem Lied „Der Mai Is gekommen“ den Winter. Nach einem großen Feuerwerk beginnt der Tanz. Die Walpurgisfeiern sind fast hundert Jahre alt. Ihre Ausgestaltung geht auf Sager zurück, nicht aber auf altes Brauchtum. Johannes Praetorium schrieb 1669 übe den Brocken, den höchsten Berg des Harzes: Er ist berühmt durch Hexen jährlich halten sie in der Walpurgisnacht auf den ersten Mai ihren Konvent Doch erst Goethes ,,Faust" machte den Brocken als Hexentanzplatz weltweit bekannt. 
Zahlreiche, oft lokale oder regionale Bräuche sind mit der Hochzeit verbunden. Vieles hat einen neuen Inhalt bekommen. Vieles wird in der Gegenwart wieder lebendig. Heute muss zum Beispiel die Verlobung keine rechtlichen Konsequenzen haben. Man hält heute die Verlobungszeit für eine Möglichkeit, gegenseitig zu prüfen und besser kennenzulernen.


Zu fast allen Hochzeiten gehört ein oder zwei Tage vor dem Hochzeitstag ein Polterabend. Die Gäste zerschlagen vor der Haus- oder Wohnungstür altes Geschirr, dann gratulieren sie und überreichen die Geschenke. Anschließend feiert und tanzt man. 
Zahlreiche Feste sind aus einem Markt hervorgegangen oder waren damit verbunden. In vergangenen Jahrhunderten verkauften die Kaufleute und Bauern ihre Waren auf Märkten. Ein Besuch des Marktes brachte gleichzeitig eine Abwechslung in das eintönige Alltagsleben, denn zum Markttreiben gehörten auch fahrende Künstler, Artisten mit exotischen Tieren. Heute steht die unterhaltende Seite des Markttreibens im Vordergrund. 


Denken wir beispielsweise an Weihnachtsmärkte. Überall durch die Schaufenster sehen Weihnachtsmänner die Kauflustigen an. Glaskugeln schmücken die Läden. Der Weihnachtsmarkt ist voll. Man kann nur langsam vorwärts. Aber die Leute sind gutmütig. Und sie stopfen gegrillte Hühner, Bratwürste, Zuckerwatte und so weiter in sich hinein. Es ist eben Weihnachtszeit! 


Nicht wenige Feste haben eine jahrhundertelange Tradition. Das Ostern geht zum Beispiel auf das 5. Jahrhundert zurück. Es gibt verschiedene Meinungen darüber, woher das Wort „Ostern“ seinen Namen hat. Gab die Frühlingsgöttin ihren Namen dafür her oder kommt der Name von der Himmelsrichtung Osten, wo die Sonne aufgeht? Ein typisches Ostersymbol ist das Osterei. Ostereier bringt auf deutschem Boden der Hase. Es gibt in jeder Familie Ostereiersuchen und -schenken. In vielen europäischen Ländern finden zu dieser Zeit Ostermärsche statt. Die Menschen demonstrieren für Frieden und gegen Raketen. 


Man feiert das Pfingsten mit dem Maibaumsetzen. Man pflegt zum Beispiel diesen Brauch in Thüringen. Junge, unverheiratete Männer holen die Birken dem Wald und stellen sie auf. Mit frischem Grün begrüßt man seit Jahrhunderten die neuerwachte Natur. In manchen Gegenden beginnt das fröhliche Pfingsttreiben mit einem Umzug. Eine Maikönigin führt ihn an. Obwohl die meisten Bräuche der Vergangenheit angehören, ist etwas bis heute geblieben: An den Pfingsttagen geht es hinaus in die Natur.

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Diana

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27-04-2020, 19:26

Дата пуликации

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